Forschungsprojekt
Rigoletto
Mit Elektrifizierung und automatisiertem Fahren wächst die Software im Fahrzeug rasant, bis 2030 nach Schätzungen auf rund eine Milliarde Codezeilen. Die bisherige Architektur aus vielen einzelnen Steuergeräten hält damit nicht mehr Schritt. Künftige Fahrzeuge bündeln ihre Rechenleistung in wenigen, frei programmierbaren Domänen- und Zonenrechnern.
Rigoletto (RISC-V Generation of High Performance Automotive Processors and Computing Platforms) legt dafür die Grundlage einer europäischen Hardwareplattform für Fahrzeuge auf Basis der offenen Befehlssatzarchitektur RISC-V. Entwickelt werden Prozessorkerne, KI-Beschleuniger, Verbindungsnetze, Speicherhierarchien, Peripherie und Entwurfswerkzeuge in verschiedenen Leistungsklassen. Eine gemeinsam entwickelte Referenzplattform soll interoperabel und sicherheitszertifizierbar sein und eine Zersplitterung der Lösungen vermeiden.
Rigoletto ist Teil des europäischen RISC-V-Ökosystems, neben Projekten wie TRISTAN und ISOLDE, und unterstützt die Industrieinitiative Vehicle of the Future.
Partner und Förderung
64 Partner aus 16 Ländern unter Koordination der Infineon Technologies AG, darunter Bosch, NXP, STMicroelectronics, imec, CEA, Thales, das Barcelona Supercomputing Center, Siemens EDA, die Eclipse Foundation und das Institut für Technische Informatik der Universität zu Lübeck. Mehr auf der Website des Projekts.
Gefördert vom Chips Joint Undertaking und seinen Mitgliedern mit nationaler Kofinanzierung, Finanzhilfevereinbarung Nr. 101194371. Gefördert von der Europäischen Union.