Wintersemester 2018/2019

Organic Computing

Inhalt

Computersysteme werden immer komplexer, gleichzeitig werden wir immer abhängiger von deren korrekter Funktion. Bisherige Methoden zur Konstruktion von Computersystemen stoßen daher zunehmend an Grenzen.

Das Ziel des Organic Computing ist es, die wachsende Komplexität der uns umgebenden Systeme durch Mechanismen der Selbstorganisation zu beherrschen und an den Bedürfnissen der Menschen zu orientieren. Ein "organisches Computersystem" soll sich entsprechend den gewünschten Anforderungen dynamisch den Umgebungsverhältnissen anpassen, es soll abhängig vom konkreten Anwendungsbedarf selbstorganisierend, -konfigurierend, -optimierend, -heilend, -schützend, -erklärend und umgebungsbewusst (adaptiv, kontext-sensitiv) handeln. Gleichzeitig soll es offen sein für steuernde Eingriffe von außen, die zur Vermeidung unerwünschten Verhaltens erforderlich sein können.

Diese Vorlesung behandelt wesentliche Konzepte und Verfahren des Organic Computing und beleuchtet die Auswirkungen und das Potential des Organic Computing anhand von Praxisbeispielen aus den Bereichen Ubiquitous Computing, Drahtlose Sensornetze und Roboterschwärmen. Kernthemen sind hierbei Adaption und Selbstorganisation, wobei zunächst anhand von natürlichen Systemen die grundlegenden Prinzipien erarbeitet werden, um diese dann im zweiten Schritt auf technische Systeme zu übertragen.

 

Prüfungstermine (mdl.):

Option 1: Fr 01.03.2019
Option 2: Do 11.04.2019

 

Literatur

  • C. v. d. Mahlsburg, R. P. Würtz (Eds.): Organic Computing, Springer Berlin / Heidelberg, 2008, ISBN 978-3-540-77656-7.
  • S. Camenzine et al: Self-Organization in Biological Systems, Princteton University Press, 2003.

Übung

Parallel zur Vorlesung werden praktische Übungen angeboten, in denen die Teilnehmer selbstorganisierende Systeme mittels der NetLogo Simulationsplattform entwickeln und analysieren.